Vereinsmenschen

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Bis Ende 2022 möchten wir mit unserer Reihe „Vereinsmenschen“ ab sofort monatlich Personen aus dem Verein, aus den Abteilungen und unterschiedlichen Gruppen vorstellen. Gerne könnt ihr uns Vorschläge/Gedanken dazu einreichen.

Den Anfang machen Claudia Pütz und Fabian Neumann, die sich als PSV Geschäftsführung über die beiden vergangen Jahre, aber auch über einen Blick in die Zukunft unterhalten haben:

Fabian:  Claudia, was fällt dir auf Anhieb zum PSV ein, wenn du bis März 2020 zurückblickst?

Claudia Spontan kommt mir „Dankbarkeit“ in den Sinn. Wir haben es mit allen Verantwortlichen im PSV (Abteilungs- und Übungsleitern, den Hauptamtlichen Mitarbeitern sowie der Vereinsführung) immer wieder geschafft, Lösungen für die Umsetzung des Sportbetriebes zu finden. Ganz besonders gilt der Dank allen, die vor den Gruppen ehrenamtlich – und unter Gefahr sich selbst anzustecken – ihre Übungsleitertätigkeit immer wieder ausgeführt haben.
Großer Dank gilt aber auch den Sportreibenden, die immer wieder sehr kooperativ waren und Verständnis zeigten, wenn ich hier an die Hallenschließungen der Polizei denke. Fabian, du bist im Sommer 2020 bei uns „eingestiegen“. Was sind deine Erinnerungen an diese Zeit?

Fabian:  Da ich den Verein ja schon länger kenne und auch durch meine bisherige Mitarbeit im Vereinsvorstand über die vereinsinternen Abläufe informiert war, konnte ich mich relativ schnell einarbeiten. Spannend war dann natürlich die erste Ferien am Ort Freizeit unter Corona-Bedingungen, bei der wir in der Vorbereitung ganz schön ins Schwitzen kamen. Auch hier haben sowohl die Teilnehmer als auch die Betreuer super mitgezogen. Ganz besonders schön fand ich auch, dass der Verein während dem Lockdown im Winter den innovativen Weg des Onlinesports gegangen ist. Etwas wehmütig stimmt einen dann natürlich der Blick auf die Mitgliederentwicklung, Leider haben wir seit Beginn der Pandemie rund 450 Mitglieder verloren. Um aber positiv nach vorne zu gucken, kann ich dir aber sagen, dass wir aktuell auch wieder viele Anfragen vor allem im Kinder- und Jugendbereich haben!
Aber sag mal Claudia, du bist ja neben deiner Arbeit als Geschäftsführerin mit Leib und Seele auch Übungsleiterin im Reha-Sport geworden. Wie sind hier deine Erkenntnisse seit Covid 19?

Claudia: Ja, diese Tätigkeit macht mir in der Tat sehr viel Spaß, obwohl ich erst 2017 meine „ÜL-Karriere“ begonnen habe. Dieses Angebot hat sich immer mehr als Dienstleitung des Vereines entwickelt.  Seit dem 2.12.2020 wurde der Reha-Sport als medizinische Leistung kontinuierlich im PSV angeboten – trotz Lockdown und immer wieder neuen Vorgaben. Aktuell haben wir 25 Gruppen (inkl. Herzsport) mit ca. 370 Nichtmitgliedern.
Und wenn wir noch bei Zahlen sind. Das PSV Studio hat aktuell 250 Mitglieder (vor Corona 350) und durchschnittlich pro Woche 160 Teilnehmer im Training.
Also Bewegung in Corona-Zeiten in allen Facetten, wenn wir hier noch an unsere Abteilungen mit den unterschiedlichen Sportangeboten denken. Nebenbei bemerkt Fabian, was lief denn „normal weiter“ in unserem Verein, was nichts mit Covid zu tun hat?

Fabian: natürlich der „alltägliche Wahnsinn“ eines Betriebes: Verwaltungsarbeiten wie Buchhaltung und Mitgliederverwaltung, Statistiken, Überarbeitung von Ordnungen des Vereins und immer wieder Vorgaben wegen Corona-Auflagen, Analysen und unsere Auszubildende Svenja zu betreuen und in Abläufe einzuarbeiten.  Letztendlich ist das aber in der Federführung eine deiner Aufgaben, Claudia….

Claudia: ja, gut ausgebildetes und motiviertes Personal ist eine Grundlage für gemeinsames Wirken und Handeln. Wir sind mit dem jetzigen Team sehr gut aufgestellt und Svenja als Kauffrau für Büromanagement auszubilden ist eine Herausforderung, die Spaß macht und eine Investition in die Zukunft. Und wenn wir schon dabei sind…Fabian, auch du bist ein Gewinn für die Vereinsarbeit unseres Vereins, besonders was das betriebswirtschaftliche Management betrifft. Macht dir die Arbeit eigentlich mit so vielen Frauen um dich herum Spaß?

Fabian: Eigentlich darf ich ja jetzt nur ja sagen, oder? Nein im Ernst – die Arbeit mit euch macht mir Spaß und jede/r bringt seine Fähigkeiten in die Arbeit mit ein. Vor allem freut es mich, dass ihr jetzt alle auf dem Weg zu Excel-Spezialistinnen seid!
Claudia, ich kenne dich jetzt seit meinem FSJ im Jahr 2011 als eine Power-Frau mit vielen Ideen, Visionen und was mich beeindruckt, dass du in den letzten Jahren – neben Job und privatem Bereich – die Ausbildung zur Yoga-Lehrerin gemacht hast. Wie kompensierst du diese vielen unterschiedlichen Tätigkeiten? Welche persönliche Strategien hast du für dich entdeckt und ich bin auch etwas neugierig…du hast bestimmt schon Planungen, wenn es nach der Corona-Zeit in unserem Verein wieder „bergauf“ geht.

Claudia: Ich bin ein Schütze😊. Diesem Sternzeichen ist es nie langweilig, aber trotzdem hat mich meine innere Stimme dazu aufgefordert langsam ein oder zwei Gänge runter zu schalten.
Yoga habe ich als Teilnehmerin in unseren Kursen für mich selbst entdeckt und mir selbst ans „Herz“ gelegt und wie es so ist…..auch hier hatten wir vor 2 / 3 Jahren einen Trainermangel und ich habe mich dazu entschlossen diese Ausbildung (auf eigene Kosten – im Sommer 2022 sind es 500 Stunden Lehrzeit) zu absolvieren, um dem PSV als gut ausgebildete Yogalehrerin zur Verfügung zu stehen, aber auch für mich persönlich war und ist es eine super schöne Erfahrung diese Entwicklung zu machen, den neuen Weg zu gehen und auch genießen.

Nun noch zu deiner Frage, der Kompensation…. Tägliche Yogapraxis mit Atemübungen/Meditationen helfen mir sehr dabei – gerade jetzt in dieser besonderen Zeit -, dazu viel Bewegung in der Natur und gutes, gesundes Essen mit regionalen Produkten, Immunsystemstärkung mit Ingwer-Shoot und Vitamin D und wenn möglich jeden Woche Saunagänge (zu Hause)  sowie viel Schlaf.

Visionen für die Zukunft: da gibt es ganz viele Ideen in meinem Kopf😊. Wichtig ist mir auf die gesellschaftliche Entwicklung immer wieder einzugehen und auch die Angebote des PSV darauf abzustimmen. Eine besondere Zielgruppe der Zukunft werden unsere Kinder und Jugendliche sein. Sie leiden besonders unter der Pandemie und ich glaube hier mit einem erfahrenen Trainerteam spezielle Angebote konzipieren zu können. Und natürlich steht die Prävention im Vordergrund, ob in der Bewegung oder aber auch in der Ernährung. Also ganzheitliche Lebensweise fördern und der Gesellschaft vermitteln.
Aber Fabian, das gilt auch für dich. Was machst du eigentlich, wenn du „abschalten“ möchtest?

Fabian: Ich bin auch Schütze – aber genau das Gegenteil von dir. Ich fahre viel Fahrrad und habe als „meine Strategie“ entwickelt, dass ich über Sachen, die mich nach der Arbeit gedanklich noch beschäftigen während dem Radfahren an steilen Anstiegen nachdenke und manchmal auch schimpfe. Zum einen kommt man dann die Berge viel besser hoch (😉) und zum anderen hat man meistens oben auch die Lösung für das Problem gefunden. Ich bin also viel in der Natur und mental vielleicht etwas gelassener als du, was uns beiden dann letztendlich in der Vereinsarbeit viel Kraft gibt!

Fazit: Mit viel positiver Energie fährt das „PSV-Schiff“ hoffentlich bald wieder kraftvoll weiter und das „Herzstück – die Sport- und Begegnungsstätte“ öffnet sich wieder für die Begegnung aller Menschen unterschiedlicher Altersstufen und sportlichen Neigungen.

Bleibt gesund! Herzliche Grüße,

Claudia und Fabian